Pan

Noch einmal
durch das wartende Schweigen
empor
zum grünhaarigen Wirbel des Wipfels klettern
dem Gefühl von Heimat entgegen
über mir nur ein Meer aus Blau
und ringsum verzweigt sich die Zeit
zu den grünen Blütenblättern der Hoffnung
schaukelnd in der Umarmung des Windes
weiß ich wer ich bin
und das Spiel meiner Flöte
findet einen Nistplatz zwischen den Wurzeln
mit schwingenden Fittichen dehnt sich das Jahr
vom Falterflug des Frühlings
zum sonnentrunkenen Bad im Gold des Abends
entzündet die Irrlichter der Glühwürmchen
und folgt der Zickzackspur des Blitzes
sternpflückend der Milchstraße entlang
durch den Schleier der Frühe in den jungen Tag
im Schattentanz der Fledermäuse
erlischt der Sommer
der Herbst gibt ein buntes Versprechen
und bricht es versinkend im Laub
Äste greifen ins Leere
durch die Nebelstreifen der Vergangenheit
blickt das stille Gesicht des Winters
doch beim Ton meiner Flöte
rissig wie braune Borke
riecht der Frost nach warmer Erde
und ringsum schmilzt der Schnee

(Peter Würl)